
Themenbereich Alter und Behinderung
Erinnerungen pflegen: Biographiearbeit mit geistig behinderten Menschen (S31/27)
Bereits viele Jahrgänge der Mitarbeiter*innen aus Werkstätten für behinderte Menschen sind im Ruhestand oder bereiten sich darauf vor. Durch ihre besondere Situation, dass viele von ihnen ihr Leben in Institutionen verbracht haben, ist es für sie von großer Bedeutung sich immer wieder mit dem „Wer bin ich?“ – „Wo komme ich her?“ zu beschäftigen.
Insbesondere in Phasen des Übergangs unterstützt die Arbeit mit der eigenen Lebensgeschichte Teilhabeprozesse und sichert Lebensqualität. Damit ist Biografiearbeit im Feld der Eingliederungshilfe ein konstruktiver Ansatz zur Stärkung von Selbstbestimmung – gerade auch für Personen mit höheren Unterstützungsbedarfen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang unter anderem ein breites Methodenrepertoire, die Reflexion der eigenen Haltung und Rolle sowie ein Bewusstsein für die besonderen Herausforderungen in von Exklusionserfahrungen geprägten Lebensgeschichten beeinträchtigter Menschen.
In diesem Seminar lernen Sie die Grundlagen von Biografiearbeit kennen und bekommen Anregungen, wie Sie diese im Alltag nutzen können. Sie erwerben ein Repertoire an Techniken, mit denen Biografien erarbeitet und bewahrt werden können.
Ein Bestandteil dabei ist die Einführung in die Arbeit mit dem „Lebensbuch“ (Lindmeier/ Oermann 2014), das sowohl für die biografische Einzel- als auch Gruppenarbeit geeignet ist.
Praktische Übungen unter Einbezug der konkreten Praxis der Teilnehmer*innen werden dabei besonders berücksichtigt.
Zielgruppe
Mitarbeiter*innen aus sozialen Einrichtungen, die mit alten oder älter werdenden behinderten Menschen arbeiten
Leitung
Dr. Lisa Oermann, Diplom- PädagoginTermin
27.09.2027 - 10:0028.09.2027 - 16:30
Ort
Haus der Begegnung
Drechslerweg 25
55128 Mainz
Preis
€ 355,-- (ohne Übernachtung und Verpflegung)
